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Siddhartha
Meine Reise


Die Brahamen - meine Herkunft
Ich wurde als Sohn einer Brahmanenfamilie geboren. Von klein auf lebte ich in einer Welt aus Gebeten, Ritualen und heiligen Schriften. Man erwartete von mir, dass ich eines Tages selbst ein gelehrter Priester werde und die Weisheit der Veden weiterführe. Ich lernte viel über die Götter und die Ordnung des Lebens, doch je mehr ich wusste, desto mehr spürte ich eine Leere in mir. Die Worte der Lehren klangen richtig, aber sie waren nicht meine eigenen Erfahrungen. Ich begann zu
Olivia Lüönd
21. Mai1 Min. Lesezeit


Die Samanas - Leben im Verzicht
Zu Beginn schloss ich mich den Samanas, einer Gruppe von Asketen, an. Diese beschränken sich nur auf die lebensnotwendigen Dinge, deswegen tragen sie auch sehr einfache Kleidung und essen nur Ungekochtes. Das Schlafen unter freiem Himmel gehört ebenfalls dazu. Ich lebe unter einem strengen Fastenrhythmus und lebe mit ihnen im Wald. Durch intensive Meditation erlernte ich, das «Ich» loszulassen. Ich kann nun meine Seele in ein beliebiges Tier eintauchen lassen. Doch ob ich so
Olivia Lüönd
21. Mai1 Min. Lesezeit


Die Begegnung mit Buddha - Erkenntnis ohne Lehre
Auf meiner Reise begegnete ich dem erhabenen Buddha Gautama. Viele Menschen folgten ihm, weil er die Erleuchtung gefunden hatte. Auch mein Freund Govinda entschied sich, bei ihm zu bleiben. Ich hörte seinen Lehren aufmerksam zu. Seine Worte waren klar und voller Wahrheit. Doch tief in mir spürte ich: Niemand kann einem anderen den Weg zur Erleuchtung zeigen. Jeder Mensch muss selbst erfahren, was Wahrheit ist. So verliess ich auch ihn – nicht aus Ablehnung, sondern aus Erkenn
Olivia Lüönd
4. Juni1 Min. Lesezeit


Der Fluss- alles ist eins
Als ich schliesslich alles hinter mir liess, kam ich an einen Fluss. Dort traf ich einen Fährmann, der mir zuhörte und mich schweigend begleitete. Der Fluss wurde mein Lehrer. Ich hörte sein Rauschen, und langsam verstand ich: Alles ist miteinander verbunden. Geburt, Leben, Tod alles fliesst ineinander über.
Olivia Lüönd
4. Juni1 Min. Lesezeit


Die Stadt - Leben in der Welt der Sinne
Nach meinen Jahren der Askese kam ich in eine grosse Stadt. Dort war alles anders: Reichtum, Handel, Musik, Liebe und Glücksspiel bestimmten das Leben der Menschen. Ich lernte Kamala kennen, eine Frau voller Schönheit und Klugheit. Durch sie trat ich in die Welt der Liebe und des Luxus ein. Ich arbeitete, verdiente Geld und lernte die Regeln der weltlichen Welt. Am Anfang faszinierte mich dieses Leben. Doch mit der Zeit verlor ich mich darin. Geld wurde wichtig, Besitz wurde
Olivia Lüönd
4. Juni1 Min. Lesezeit


Zurück zum Fluss, zurück zu mir
Ich kam zurück an den Fluss, nachdem ich mich im Lärm der Stadt verloren hatte. Zwischen Geld, Verlangen und Stolz suchte ich nach Sinn und entfernte mich immer mehr von mir selbst. Erst hier verstand ich: Das Leben lässt sich nicht festhalten oder kontrollieren. Alles fliesst, alles verändert sich. Der Fluss lehrte mich, wieder zuzuhören, nicht der Welt, sondern mir selbst.
Olivia Lüönd
4. Juni1 Min. Lesezeit
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